Reiz-Reaktions-Schema ...

Der Reflex:
Durch einen chemischen Vorgang der aufgrund eines Auslösers/Reizes automatisch im Körper des Hundes abläuft, erfolgt seine zwangsläufige Reaktion. Der jeweilige Reflex kann nicht bewusst gesteuert werden, somit nicht unterbrochen oder verhindert werden.
Beispiel: Sie werden geblendet – der Reflex: Sie blinzeln (Lid-Reflex).

Der Reiz:
Der Reiz ist eine Einwirkung auf eine der Sinneswahrnehmungen und kann eine anschließende Reaktion auslösen. Die Reaktion auf einen Reiz kann gesteuert oder verändert werden, ist also beeinflussbar, im Gegensatz zum Reflex.
Beispiel: Sie hören ein Geräusch, es stört Sie, Sie erschrecken oder Sie sind abgelenkt und nehmen es kaum wahr.

Auf einen Reiz erfolgt immer eine Reaktion. Die folgende Reaktion unterscheidet sich von Individuum zu Individuum, egal ob bei Mensch oder Tier.
Beispiel: Reiz = Kindergeschrei in Nachbarsgarten ... Sie freuen sich darüber, dass die Kinder fröhlich spielen, ihr Nachbar regt sich über den Lärm auf. Bello fängt lautstark an zu bellen und zu den Kindern zu laufen, während Fiffi lieber aus sicherer Entfernung das Geschehen beobachtet.

Erfolgt auf einen Reiz immer der gleiche Reflex, der mit gleicher Wirkung belohnt oder bestraft wird, findet eine Konditionierung statt.
Beispiel: Jedes mal wenn Sie das Futter für ihren Hund zubereiten (Reiz) läuft ihm bereits das Wasser im Mund zusammen (Reflex), weil er jeden Moment sein Futter zu erwarten hat (Reaktion).

In der Erziehung können wir uns das Reiz-Reaktions-Schema zu Nutze machen und durch den Prozess der Konditionierung den Reiz in ein Signal (Hör-oder Sichtzeichen), das immer ein bestimmtes Verhalten auslöst, umwandeln. Aus dem Reiz wird ein Kommando. Durch mehrfaches Wiederholen des Reiz gebens und das Bestärken oder Bestrafen des vom Hund gezeigten Verhaltens, wird der Hund automatisiert das gewünschte Verhalten zeigen: Der Hund wird konditioniert.