MDR1 Gendefekt ...

Bei dem MDR 1 handelt es sich um ein Gen bzw. einen Erbdefekt bei Hunden, der eine Medikamentenunverträglichkeit bezeichnet, welche zu lebensbedrohlichen Vergiftungen, nicht selten bis hin zum Tod führen kann.

Hunde die das MDR1-Gen tragen sind somit sehr gefährdet, sofern der behandelnde Tierarzt nicht darüber informiert ist. Zunächst nahm man an, dass dieser Gendefekt nur bei Collies und deren Mischlingen vorkommt, was durch jahrelange Forschung inzwischen ausgeschlossen werden kann.

Heute ist bekannt, dass der MDR1 Gendefekt bei folgenden Hunderassen vorkommt:

Collie, Border Collie, Australian Shepherd, Deutscher Schäferhund, Weißer Schäferhund, Sheltie, Longhaired Whippet, Silken Windhound, Wäller, McNab, English Shepherd, Bobtail, bei Hütehunden und Mischlingen dieser Rassen.


Sollten Sie einen Hund der genannten Rasse oder deren Mischling haben, empfiehlt es sich Ihren Hund auf das MDR1-Gen testen zu lassen, um eine mögliche Medikamentenunverträglichkeit mit gravierenden Folgen zu vermeiden.

Von der TransMIT GmbH in Gießen wird dazu ein patentierter molekulargenetischer Test angeboten. Sollten Sie sich für ein anderes Labor entscheiden, verlangen Sie bei der Beantragung des Gentests die schriftliche Bestätigung, dass auf den Gendefekt MDR1 nt230 (del4) getestet wird.

Fragen Sie nach, auf welche Publikation man sich beruft. Nicht alle als MDR1-Test angebotenen Tests können auf diesen Gendefekt testen, so dass Testergebnisse möglicherweise nicht auf den relevanten Gendefekt zutreffen, was für den betroffenen Hund tödliche Folgen haben kann.