Kleines ABC ...

Der Jagdtrieb unserer Hunde ist genetisch bedingt und je nach Rasse mehr oder weniger stark ausgeprägt. Jagen ist für Hunde die natürlichste Sache der Welt, denn schon im Welpenalter wird fleißig geübt: die Geschwister jagen sich selbst untereinander, rennen Gegenständen hinterher, sichern Beute und finden das ganz großartig.

Jagen macht unseren Hunden sehr viel Spaß. Wenn sie einmal in den Genuss gekommen sind, ist jagen selbstbelohnend. Doch nicht jeder Hund braucht den Erfolg der Beute, auch das Hetzen und Stöbern finden viele Hunde sehr spannend.

Je nach dem wie ausgeprägt der Jagdtrieb Ihres Hundes ist und wie viel Erfolgserlebnisse er bereits verbuchen konnte, ist ein Anti-Jagd-Training eine Aufgabe, ja, vielleicht eine große Herausforderung, muss aber keine unüberwindliche Hürde sein.

Sicher werden Sie etwas Durchhaltevermögen beweisen und möglicherweise auch immer wieder mit ihrem Hund üben müssen. Selbst bei Straßenhunden aus dem Süden, die nur durch das Jagen und Beschaffen von Beute überlebt haben, ist ein Anti-Jagd-Training möglich.

Es erfordert nur das nötige Training und mehr oder weniger Zeit und Geduld. Meine Podenco-Mix-Hündin aus Griechenland ist ein gutes Beispiel dafür. Ebenso gibt es viele andere Jagdhunde, die gelernt haben, dem Wild nicht mehr hinter zu jagen.

Allerdings gibt es meines Erachtens auch hier kein Patentrezept, denn jeder Hund ist anders, hat andere Erfahrungswerte und Interessen, sodass bei einem Anti-Jagd-Training nicht pauschal für jeden Hund die gleiche Methode oder Vorgehensweise in Frage kommen kann.